Finnland und seine Designikonen – Teil 2
Finnisches Design ist von jeher zeitlos, formschön und funktional. In der Vergangenheit präsentierten sich die berühmten Designer als Vorreiter, sie experimentierten mit neuen Materialien und kreierten Werke die die Welt bewegten. Auch in der jüngeren Vergangenheit gab es immer wieder Finnen die durch ihre Kreationen viel Aufmerksamkeit auf sich zogen. Das Design der finnischen Botschaft in Berlin wurde mehrfach preisgekrönt. So konnten sich die finnischen Architekten Rauno Lehtinen, Pekka Mäki und Toni Peltola in Wettbewerben über Preise für das beste Gebäude in Europa und das beste Bürogebäude der Welt freuen.
Finnische Botschaft in Berlin
In der letzten Woche wurden die ersten Finnen und ihre Werke vorgestellt.
Während eines Rundgangs durch die Sammlung Löffler wird man laufend über die Werke eines weiteren berühmten Finnen stolpern: Alvar Aalto zählt bis heute zu den bekanntesten Architekten und Designern Finnlands.
Der anerkannte Architekt betreute Projekte auf der ganzen Welt und seine Glaskreationen sind heute noch begehrte Designobjekte, die Aalto-Vase zählt zu den bekanntesten. Als Möbeldesigner wurde er international bekannt. Aalto legte großen Wert auf die Verwendung von natürlichen, qualitativ hochwertigen Materialien. Die Sammlung Löffler ermöglicht ihren Besuchern unzählige von Aaltos Designstücken in authentischem Zustand zu begutachten. An dieser Stelle lassen sich, aufgrund der großen Anzahl, leider nicht alle seiner Werke auflisten, die in der Sammlung Löffler zu finden sind. Darunter finden sich auch der bedeutende dreibeinige Hocker Modell 60 aus dem Jahre 1932 und der Armlehnsessel Modell 41 von 1931/32 aus dem Sanatorium Paimio, dessen gesamte Innenraumgestaltung und Möbel ebenfalls von Alvar Aalto stammen.
Weiter zu erwähnen wäre ein ehemaliger Mitarbeiter von Le Corbusier , der finnische Innenarchitekt und Designer Ilmari Tapiovaara.
Tapiovaara legte seinen künstlerischen Fokus auf die Gestaltung und Entwicklung eines mustergültigen Mehrzweckstuhls. Seine Sitzmöbel sollten funktionell und zerlegbar sein. So entwickelte er Stühle, die sich schnell in ihre Bestandteile zerlegen oder stapeln und transportieren lassen, wie den Stapelstuhl Lukki. Die Sammlung Löffler präsentiert seine erfolgreichsten Werke als Möbel Designer, den Pirrka Chair und seine Crinolette aus dem Jahre 1962, sowie zwei Stühle aus der Serie Domus.
Ebenfalls in der Sammlung vertreten ist Ilmari Lappallainens Pullka mit Ottoman aus dem Jahre 1968.
Alvar Aalto, Armlehnsessel Modell 44, Sanatorium Paimio, 1933
Alvar Aalto, dreibeiniger Hocker Modell 60, 1932
Ilmari Tapiovaara, Pirrka Chair
Ilmari Tapiovaara, Crinolette, 1962
Ilmari Lappallainen, Pullka mit Ottoman, 1968